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29.06.2018 | 19:00 Uhr

Alternativen zur Wachstumsgesellschaft "Buen Vivir"

Eingebunden sind auch regionale Initiativen zu Suffizienz, Umwelt- und Klimaschutz sowie solidarischer Landwirtschaft. Sie informieren über ihre Arbeit zu „Gutes Leben im Wendland“ ab 17 Uhr im Foyer des VERDO.

 

Die WachstumsWende.Wendland , die ANU (Arbeitsgemeinschaft Natur und Umwelt e.V.) und die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow/Dannenberg laden am 29. Juni 2018 zu einer Veranstaltung ein mit Alberto Acosta, der lateinamerikanischen Musikgruppe Grupo Sal und dem Wachstumskritiker Niko Paech. Alberto Acosta spricht (in deutscher Sprache) zu dem Thema „Buen Vivir – Alternativen zur Wachstumsgesellschaft“.

„Buen Vivir“ beschreibt das ursprüngliche, traditionelle, Jahrhunderte alte Leben und Wirtschaften der indigenen Völker der Andenregion und des Amazonasgebiets Südamerikas, das sich gründet auf ein solidarisches Miteinander der Menschen und das im Einklang und Harmonie mit der Natur, mit „ Mutter Erde“ steht.

Alberto Acosta kommt aus Ecuador, ist international anerkannter Politiker und leidenschaftlicher Verfechter der Lebenskultur der indigenen Völker Südamerikas. Er geht der Frage nach, welche Ideen und Vorstellungen, welche politischen Leitlinien lassen sich aus dem „Buen Vivir“ für die westliche Welt entwickeln, deren Wirtschaft unaufhörlich wächst und bestimmt wird von Konkurrenz und Verschwendung von Ressourcen, dabei Umwelt und Natur zerstört und Menschen in den Ländern des Südens ihre Lebensgrundlage nimmt.

Acosta schreibt: „Angesichts des Scheiterns der aktuellen Wachstums- und Fortschrittskonzepte in der westlichen Welt und der drohenden ökologischen und sozialen Krisen werden neue Ideen heute zu einer Frage des Überlebens. Das Konzept des Buen Vivir gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung“.

Alberto Acosta übt Kritik an dem unaufhörlichen Wirtschaftswachstum und warnt vor dessen dramatischen Auswirkungen. Auf einer internationalen Konferenz in Berlin sagte er schon im Jahre 2010: „Wenn wir mit dem ständigen Wachstum, mit einer unaufhörlichen Produktion materieller Güter so weiter machen, wird unser Planet kollabieren durch Auswirkungen der ständigen Erderwärmung, Naturzerstörung und dem Verlust der Biodiversität weltweit“. Acosta entwirft Szenarien einer gerechten Zukunft und stellt sie zur Diskussion. Welche Alternativen gibt es zur Wachstumsgesellschaft?

Acosta war bis 2008 in Ecuador Minister für Energie und Bergbau, im Jahr 2013 Präsidentschaftskandidat und als Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors maßgeblich an der Integration des „ Buen Vivir“ in die Verfassung Ecuadors verantwortlich. Im November 2017 erhielt er zusammen mit Prof. Schellnhuber, Präsident des Klimaforschungsinstitutes in Rostock, den Carlowitz–Nachhaltigkeitspreis.

Es ist beeindruckend, wie leidenschaftlich und charismatisch er für eine neue Ethik im Wirtschaften und im Umgang mit der Natur wirbt.

Die Musikgruppe „ Grupo Sal“ setzt sich seit über 30 Jahren mit großem Engagement für eine gerechtere Welt und für ein würdevolles Miteinander der Menschen ein. Sie hatte unter anderem Auftritte mit Ernesto Cardenal und gilt als eine bedeutende Stimme Lateinamerikas. Sie ist ein zentraler Teil der Veranstaltung.

Besonderer Gast und Mitwirkender ist der bekannte Wachstumskritiker Prof. Niko Paech (Uni Siegen).

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

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