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25.10.2015 bis 17.01.2016

Birgit Maria Rühlke Fotografie-Objekte

Ausstellungseröffnung am 25.Okober 2015, 16.00 Uhr

 

- Welten am Rande des Alltags -

 

Birgit Maria Rühlke: ÜBER MICH SELBST UND MEINE KUNST.

Was will ich mit meinen bilder ?

Vergehendes festhalten ? Vielleicht eine auseinandersetzung mit dem, was nicht bleibt, nicht bleiben kann.

Es geht darum, die schönheit im vergehenden zu entdecken, zu einem bild zu formen und dem bild eine neue chance zu geben.

Das, was im vorübergehen, im augenblick gesehen und fotografiert wurde, ist – durch natürliche witterungseinflüsse oder menschliche wegwerf-und vernichtungswut- so sehr dem wandel der zeit ausgesetzt, dass beim nächsten vorübergehn, beim nächsten betrachten, nie mehr das gleiche bild vorhanden sein wird, sein kann.

Die bilder entstehen aus meiner wahrnehmung der wirklichkeit. Sie verdichten sich bei der bearbeitung, werden zu einer gratwanderung zwischen realität und fiktion.

Sicher trägt die auseinandersetzung mit meinem eigenen älterwerden dazu bei, diese bilder zu machen. Was bleibt, wenn jugend und schönheit uns verlassen ? Es bleibt die suche nach einer anderen schönheit, wahrheit, wahrhaftigkeit, die entdeckung von etwas, was eben nicht auf den ersten blick sichtbar ist, sondern was sich erst spät erschließt.

Das thema meiner objekte schließt sich dem an.

Obwohl schon 1959 auf die welt gekommen bleibt die begleiterin vieler mädchengenerationen, ein traum von blonder, schlanker, ewiger schönheit und jugend. Ich hingegen muss dem altern einen platz einräumen und dem ewigen rythmus von werden und vergehen mutig entgegen treten.

Das projekt „ NICHT OHNE MEINE PUPPE 1“, ist aus der beobachtung dieses wandels, dieses sich verändernmüssens entstanden.

Es geht um das sichtbarmachen der eigenen verwundbarkeit, des schmerzhaften, um die spannungsfelder zwischen ablehnung und bewunderung, sich lieben, sich hassen.

Es geht darum, widersprüche und gegensätze auszuhalten.

In meine barbieobjekte sind die erfahrungen der letzten jahre und das wissen um die heilende kraft der märchen eingeflossen.

Ganz nüchtern besehen bin ich eine bewahrerin. Es scheint, als hätte dieses bewahrenwollen einen ausdruck gesucht und gefunden.

Ich erlebe, wie menschen die meine bilder und objekte betrachten, das nachempfinden: Sie spüren diese energie, spüren was dauert, was bleiben darf.

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