HomeBesucherinfosAnfahrtKontaktÜber unsPartnerJugendschutzAGB
21.03.2018 | 19:00 Uhr

Nachgespräch: „Der kaukasische Kreidekreis“

2 Inszenierungen im Vergleich

 

Vortrag/Gesprächsführung 

Hans-Wolfgang Lesch, Birgit-Maria Rühlke

 


Nachdem „Der kaukasische Kreidekreis“ am 14.02. die Vorlage für die Auseinandersetzung mit Brechts Dramatik geliefert hat, weil sich an diesem Stück, geschrieben 1944/45 im amerikanischen Exil und uraufgeführt am 4.Mai 1948 am Carleton College in Northfield (Minnesota), alle wesentlichen Elemente des „Epischen Theaters“ nachweisen lassen, und nachdem viele TeilnehmerInnen der Brecht-Veranstaltungsreihe am 18.02. Peter Bauses hoch gelobte Inszenierung des „Kreidekreises“ in Uelzen besucht haben, um die Umsetzung des Textes in das Spiel unmittelbar mitzuerleben, sollen am 21.02. zwei Inszenierungen in den Mittelpunkt gerückt werden, die aus unterschiedlichen Gründen einen Vergleich mit Bauses Inszenierung lohnen.

Zum einen handelt es sich um eine Fernsehproduktion des Süddeutschen Rundfunks, die am 25.09.1958 zum ersten Mal in der ARD gezeigt wurde und in der Franz Peter Wirth als Regisseur eine werk- und wortgetreue Inszenierung nach einem Drehbuch von Hans Gottschalk schuf. Das Besondere dieses Fernsehfilms besteht darin, dass Franz Peter Wirth neben einer großen Zahl hervorragender westdeutscher Schauspieler für die Hauptrolle der Grusche Vachnadze Käthe Reichel gewinnen konnte, die in der deutschen Uraufführung am Berliner Ensemble im Jahr 1954 in dieser Rolle brilliert hatte. Sie ist in dieser Inszenierung der Garant für die Umsetzung der brechtschen Spielweise.

Während es von der Uraufführung des „Kreidekreises“ bedauerlicher Weise keine Aufzeichnung gibt, entstand im Jahr 1982/83 eine solche für das DDR-Fernsehen. Peter Kupke, der das Brecht-Stück 1976 am Berliner Ensemble zum ersten Mal inszeniert hatte, standen für den Fernsehfilm die SchauspielerInnen dieser Aufführung zur Verfügung, so u.a. Franziska Troegner als Grusche und Ekkehard Schall, Brechts Schwiegersohn, als Azdak.

In der Veranstaltung am 21.03. wird es darum gehen, die drei Inszenierungen miteinander zu vergleichen und wesentliche Unterschiede herauszuarbeiten und möglichst zu erklären. Die Textvorlage dürfte dabei hilfreich sein.

 

VERDO Foyer, Raum Elbtalaue

Eintritt: 6,00 €; ermäßigt 3,00 €

 

 

ImpressumDatenschutzHaftungsausschluss