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06.10.2017 | 20:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER: LUTHER – StummfilmKonzert

Stephan Graf v. Bothmer interpretiert die beste Verfilmung von Luthers Leben live am Klavier. Das Biopic aus dem Jahr 1927 zeigt den Reformator vom Abschluss seines Studiums bis zur Bibelübersetzung.

STEPHAN GRAF VON BOTHMER: LUTHER

StummfilmKonzert

Stephan Graf v. Bothmer füllt mit seinen spektakulären StummfilmKonzerten Theater und Konzerthäuser auf fünf Kontinenten. Mit seinen Konzerten hat er bisher über 150.000 Gäste begeistert: auf dem Schleswig-Holstein-Festival und in der Laeiszhalle Hamburg ebenso wie in Berlin im Admiralspalast, im Wintergarten Varieté und im Berliner Dom. Beim Berlin-Festival im Flughafen Tempelhof trat er nach Björk, Blur und den Pet Shop Boys auf.

Sobald Stephan v. Bothmer zu spielen beginnt und der Film synchron auf der Leinwand läuft, erlebt das Publikum ein Achterbahnfahrt, ein Abenteuer durch längst vergessene Emotionen - so intensiv wie selten in einem Konzert.

Die neue packende Live-Filmmusik hat der Komponist und Pianist Stephan Graf v. Bothmer selbst zum Luther-Film komponiert. Sie verleiht dem Film eine völlig neue Tiefe und überraschende Aktualität verleiht, lässt die erhabenen Szenen strahlen, lotet aber auch die schweren Momente aus.

LUTHER (1927) wurde in langjähriger Arbeit vom Bundesarchiv-Filmarchiv aufwendig rekonstruiert und restauriert, so dass insbesondere die wunderbaren Licht-Schatten-Wirkungen erstmalig wieder erlebbar sind. Im Januar präsentierte Stephan Graf v. Bothmer zusammen mit dem Bundesarchiv die Premiere. Anschließend geht er auf Tournee mit diesem bedeutenden StummfilmKonzert mit über 40 Veranstaltungen.

Das Biopic „Luther“ erzählt Luthers Leben aus der Perspektive von 1927: Studienzeit, dunkle Momente, das Gewittererlebnis, sein Leben als Mönch, seine Zweifel, seine exzessiven Bibelstudien, seine Entdeckung, dass Gott barmherzig ist und kein zürnender Richter, die Konfrontation mit dem Ablasshandel, dann, als Doktor der Theologie, das Anschlagen der 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg, der Reichstag zu Worms, auf dem Luther nicht widerruft, Bannbulle des Papstes und Reichsacht, die Bibelübersetzung auf der Wartburg und schließlich die Bilderstürmer mit Luthers Heimkehr nach Wittenberg.

Die ersten Aufführungen des Films führten zu tumultartigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten, zu Protesten der katholischen Kirche und schließlich zu mehreren Prüfungen durch die Zensurbehörde.

Hans Kyser war ein erfolgreicher Drehbuchautor der Weimarer Republik. Er arbeite mit den Besten jener Zeit zusammen. So schrieb er auch das Drehbuch zu F. W. Murnaus „Faust“. „Luther“ ist seine einzige Regiearbeit. Mit großem Staraufgebot inszeniert er seinen Luther-Film mit Helldunkel-Techniken, die er sich bei barocken Malern, insbesondere bei Rembrandt, abgeschaut hatte. Gerade weil eine Stummfilmeprojektion physikalisch nur Licht und Schatten ist, tretet bei "Luther" Material, Ästhetik und Filminhalt in eine wechselseitige Beziehung. Luther-Filmkenner halten diesen Lutherfilm von 1927 für die beste Lutherverfilmung bisher.

Stephan Graf v. Bothmer hat eine neue, packende Filmmusik zu „Luther“ komponiert. Seine Musik ist ebenso virtuos wie modern. Sie durchdringt die religiösen Schichten des Films, entlarvt aber auch seine deutschtümelnde und idealisierende Tendenzen. Insbesondere versucht seine Musik, Luther als Mensch mit Ängsten, Unzulänglichkeiten, revolutionären Einsichten und mutigen Entscheidungen zu durchdringen. Durch v. Bothmers Musik wirkt die restaurierte Fassung des Filmes überraschend und fast verstörend aktuell. Dabei geht die Musik weit über eine „Begleitung“ des Filmes hinaus. Für seine Live-Filmmusik hat Stephan v. Bothmer in den letzten 18 Jahren einzigartige kompositorische Techniken entwickelt, die dem Film eine Wirklicht zu geben scheinen und welche die Zuschauer sich als Teil des Films empfinden lassen. Durch seine extreme filmmusikalische Präzision schafft er sich die Freiräume, die er für seine tiefgreifende Interpretation des Films braucht. „Er vertont nicht, was er sieht, sondern fasst in Töne, was der Film aussagen will.“ (Handelsblatt). Der Hauptfilm ist eingebunden in ein sehr kurzweiliges Rahmenprogramm. [Hans Kyser, D 1927]

 

Gruppentickets und Tickets für Konfirmandengruppen unter:
karten{at}stummfilmkonzerte.de
http://www.stummfilmkonzerte.de/tickets/Tickets-Verdo-Hitzacker-Luther
https://www.reservix.de/tickets-event/e1059845?utm_medium=referral&utm_source=dynamic&utm_campaign=dynamic-prom-lb

 

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