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04.10.2017 | 19:00 Uhr

„Das Beil von Wandsbek“

Die frühen DEFA-Spielfilme III

 

Eine neue Vortrags-Filmreihe im VERDO mit Hans-Wolfgang Lesch

 

 „Das Beil von Wandsbek“


1934. Adolf Hitler wird in Hamburg erwartet, aber vorher muss die Stadt für den Führer auf Hochglanz gebracht und „gereinigt“ werden. Vier zum Tode verurteilte Kommunisten sollen noch vor seinem Eintreffen hingerichtet werden. Das Problem: Die Hansestadt hat keinen amtlich bestallten Henker mehr.

In dieser Situation erinnert sich der mit der „Lösung“ beauftragte SS-Standartenführer Footh eines „alten Kameraden“ aus dem 1. Weltkrieg, des Schlachtermeisters Teetjen. Dieser, dessen Geschäfte schlecht gehen und der deshalb hoch verschuldet ist, willigt für einen Henkerslohn von 2000 Reichsmark ein, das Urteil zu vollstrecken. Aber das, was eigentlich geheim bleiben soll, die Namen des Täters und der Opfer, werden öffentlich bekannt. Die Folgen sind dramatisch…

Der 1951 gedrehte Film, Falk Harnacks erste Regiearbeit, die auf dem 1943 veröffentlichten Roman von Arnold Zweig basierte und vom „Neuen Deutschland“ zunächst als „ein Kunstwerk“ bezeichnet wurde, geriet sehr rasch in die Kritik sowohl aus dem SED-Politbüro wie auch aus dem Zentralkomitee der KPdSU. So lief der Film nur einen Monat, in dem er von 800 000 Besuchern gesehen wurde. Auch Bertolt Brecht, der sich für den Film einsetzte, konnte gegen das erste Verbot eines DEFA-Films nichts ausrichten. Falk Harnack, der Regisseur, verließ daraufhin die DDR.

Warum ausgerechnet dieser international hoch gelobte DEFA-Film, der die Untaten des Nationalsozialismus an einem besonders erschütternden Beispiel thematisierte, verboten wurde, bedarf einer ausführlichen Analyse und Erörterung.

 

 

 

Veranstaltungsort: VERDO Hitzacker (Raum Weinberg)
Beginn: 19.00 - 22.00 Uhr
Eintrittspreis 6,00 € p ermäßigt 3,00 €

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