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06.09.2017 | 19:00 Uhr

„Wie alles begann: Die frühen Spielfilme der DEFA“

Zur Einführung: Die Geschichte der DEFA

 

Einführungsvortrag von Hans-Wolfgang Lesch

 


Wie alles begann: Die frühen Spielfilme der DEFA“


In der DDR gab es – entgegen landläufigen Meinungen – eine ganze Reihe von Filmstudios und –produzenten, von denen hier beispielhaft nur das der Nationalen Volksarmee (NVA), das der Wismut AG und das private Filmstudio Lustermann in Erfurt genannt seien. Die Hauptträger der Filmproduktion in der DDR waren allerdings die DEFA, die am 17. Mai 1946 unter tatkräftiger Mithilfe der sowjetischen Besatzungsmacht, vor allem von Oberst Sergej Tulpanow, als „Deutsche Film AG“ gegründet wurde, und das Fernsehen der DDR: „DFF“.

In der Einführung in die neue Vortrags-Filmreihe, der in diesem Jahr ja bereits eine ausführliche Beschäftigung mit den von Seiten des Staates verbotenen DEFA-Filmen vorausgegangen ist, wird es darum gehen, die hochinteressante Geschichte dieser in Deutschland einmaligen Film-Produktionsgesellschaft in Kürze nachzuzeichnen und mit ausgewählten Filmausschnitten zu illustrieren, darüber hinaus die wichtigsten Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler zu Wort kommen zu lassen.

Dabei kann nicht darauf verzichtet werden, die besondere Situation dieser staatlich geförderten wie überwachten Filmproduktion in den Blick zu nehmen, war ihr doch seit 1948 vom Politbüro der SED die Aufgabe zugewiesen, „mit ihren spezifischen Mitteln auf die Ausprägung der sozialistischen Lebensweise und die sozialistische Persönlichkeitsentwicklung Einfluß zu nehmen“. Ob ihr das allerdings gelungen ist, darf wohl bezweifelt werden. Nicht zu bezweifeln ist allerdings, dass die DEFA mit ihren Prinzipien dem Antifaschismus ebenso entgegentrat wie sie den sozialen und moralischen Prinzipien der sozialistischen Gesellschaft verbunden war und dass sie dafür von Beginn an herausragende Beispiele geliefert hat.

Die konzipierte Vortrags-Filmreihe wird genau das zur Diskussion stellen, aber sie geht darüber hinaus, indem sie mit den gewählten Beispielen auch den Blick auf „die deutsche Geschichte davor“ richtet: auf das Kaiserreich („Der Untertan“), die Weimarer Republik („Affaire Blum“) und die Zeit des Nationalsozialismus („Das Beil von Wandsbek“ und „Ehe im Schatten“). Historisch gesehen liefern diese Filmbeispiele die Voraussetzungen für die dann folgenden, die sich mit der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte und der frühen DDR-Zeit befassen werden.

Allen DEFA-Spielfilmen, die zwischen 1946 und 1951 entstanden sind und im Rahmen dieser Vortrags-Filmreihe gezeigt werden, ist gemeinsam, dass sie heute als Klassiker der deutschen wie der DDR-Filmgeschichte gelten dürfen.

 


Veranstaltungsort: VERDO Hitzacker (Raum Weinberg)
Beginn: 19.00 - 22.00 Uhr
Eintrittspreis 6,00 € p ermäßigt 3,00 €

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