HomeBesucherinfosAnfahrtKontaktÜber unsPartnerJugendschutzAGB
22.03.2017 | 19:00 Uhr

Auf den Spuren von Bertolt Brechts „Leben des Galilei“

Vortrag von Hans-Wolfgang Lesch

 



Auf den Spuren von Bertolt Brechts „Leben des Galilei“


Als Bertolt Brecht, geboren am 10. Februar 1898 in Augsburg als Eugen Berthold Friedrich Brecht, am 14. August 1956 im Alter von nur 58 Jahren in Ostberlin infolge eines Herzinfarkts starb, stand er mitten in den Proben zur Aufführung seines Stückes „Leben des Galilei“, ein Thema, das ihn nachweislich im dänischen Exil schon seit 1938 beschäftigt hatte, wo er unter dem späteren endgültigen Titel bereits eine Gliederungsskizze und einen Themenplan entwarf, der ganz in der Tradition seiner Lehrstücke stand. Dabei rückte er den Kampf um Wahrheit und Vernunft sowie die Bedeutung der Wissenschaft in diesem Zusammenhang in den Mittelpunkt und konzipierte das Stück als „Fassung für Arbeiter“!

Von da an ließ ihn der „Galilei“ niemals mehr los, sondern wurde zum Modell des Brechtschen Theaters unter den sich verändernden historischen, politischen und gesellschaftlichen Bedingungen bis hin zu seinem frühen Tod in Ostberlin. Mindestens vier sehr unterschiedliche Fassungen gehen in die Theatergeschichte ein: die Züricher Fassung unter dem Titel „Galileo Galilei“ vom September 1943, die sogenannte amerikanische zwischen 1944 und 1947 unter Beteiligung des Schauspielers Charles Laughton mit dem Titel „Galileo by Bertolt Brecht. English Version by Charles Laughton“, die erste deutsche Aufführung des Stücks unter dem Titel „Galileo Galilei“ in Köln 1955, also in der BRD (!), und schließlich die von Brecht für das Berliner Ensemble hergestellte Bühnenfassung „Leben des Galilei“, die er selbst nicht mehr erleben konnte und die am 15.01.1957 in der Regie von Erich Engel im BE zur Aufführung gelangte – ein Stück, gefeiert und verrissen – und das wirkt bis heute fort.

Hans-Wolfgang Lesch, durch viele Veranstaltungen ausgewiesener Brecht-Kenner,

wird Brechts „Leben des Galilei“ in seiner Entwicklung in Abhängigkeit von der Zeitgeschichte dar- und seine aktuelle Bedeutung zur Diskussion stellen.

Der Vortrag kann zugleich als Vorbereitung auf die zur Zeit laufende Galilei-Aufführung im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin gelten, die von Martin Nimz mit Andreas Anke in der Hauptrolle inszeniert wird und deren Besuch am Sonntag, dem 14.05., geplant ist.

 

Veranstaltungsort: VERDO Hitzacker (Raum Weinberg-Foyer)
Beginn: 19.00 - 22.00 Uhr
Eintrittspreis 6,00 € p ermäßigt 3,00 €

ImpressumDatenschutzHaftungsausschluss